Seit der Begründung des Tango Nuevo durch Astor Piazzolla wurde die Entwicklung dieser kraftvollen Musik vom Rio de la Plata von einigen der besten Musiker der Welt fortgesetzt. Von den Liedern von José Bragato bis zur komplexen Ensemblemusik von Gustavo Beytelmann ist das gesamte Spektrum musikalischer Stilrichtungen abgedeckt. Unter den Veröffentlichungen von TONOS befindet sich auch neue Musik für Bandoneon von dem uruguayischen Maestro Luis Di Matteo, sowie neue Gitarrenwerke des argentinischen Virtuosen Luis Borda.
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Biographie
Gustavo Beytelmann ist der innovativste Tango-Pianist und -Komponist hierzulande. Er kam 1945 in Venado Tuerto in der argentinischen Provinz Rosario zur Welt. Als Kind lernte er Klavier spielen und trat schon bald in verschiedenen Jazz- und Tangoorchestern auf. Nachdem er in Buenos Aires bei Francisco Kröpfl Komposition studiert hatte, schrieb er zahlreiche Filmmusiken und arbeitete als Arrangeur und musikalischer Direktor für argentinische Plattenfirmen. 1976 emigrierte er aus politischen Gründen nach Paris, wo er seither als Pianist und Komponist arbeitet. 1977 begleitete er sein großes Vorbild Astor Piazzolla auf dessen Europatournee. Dann gründete er mit verschiedenen argentinischen Exilmusikern die Gruppe “Tiempo Argentino”, mit der er auf musikalische Art und Weise gegen die Militärdiktaturen am Río de la Plata kämpfte. In den 80er Jahren war er Mitglied des legendären Trios Mosalini / Beytelmann / Caratini, für das er traditionelle Tangos neu arrangierte und eigene Stücke komponierte. Außerdem komponierte er für das italienische, französische und deutsche Fernsehen und Kino. Von 1995-1999 war er der Stadtkomponist von Dijon und schrieb dort u. a. “Paris, tres situaciones” für Viola und Klavier, “Ecos” für Violine, Violoncello und Klavier und “Tres piezas para orquesta”. Seit 1996 ist er musikalischer Direktor der Tangoabteilung des Rotterdamer Konservatoriums.
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Biographie
Luis Borda wurde am 18. Juli 1955 in Lincoln in der Provinz von Buenos Aires geboren. Er studierte Harmonielehre und Komposition bei Osvaldo Lupi und Alberto Coronato. Im Laufe seiner langen musikalischen Laufbahn machte er zahlreiche Aufnahmen und trat mit den angesehendsten und bekanntesten Musikern Argentiniens auf, wie z.B. Rodolfo Mederos, Dino Saluzzi, Leon Gieco, Lito Vitale, Juan Falú, Emilio del Guercio und anderen. Er unternahm mehrere Tourneen durch Südamerika und Europa.
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Biographie
José Bragato ist der berühmteste Cellist der Tango-Geschichte. Er kam 1915 im italienischen Udine zur Welt und emigrierte als Kind nach Buenos Aires, wo er am "Conservatorio Nacional de Música Manuel de Falla" studierte. Bald schon wurde er der Solo-Cellist des philharmonischen Orchesters von Buenos Aires und spielte bis 1968 im Orchester des Teatro Colon. Außerdem gehörte er den verschiedensten argentinischen und brasilianischen Kammermusik- und Folkloreensemblen an. Astor Piazzolla schätzte diesen wunderbaren Cellisten und Komponisten so sehr, daß er ihn immer wieder in seinen verschiedenen Tango Nuevo-Ensemblen integrierte. Das über viele Jahre gewachsene Vertrauen zwischen den beiden Kollegen und Freunden ermöglichte es José Bragato außerdem, zahlreiche Werke von Astor Piazzolla mit dessen Einverständnis aufzuschreiben und zu archivieren. Seit Piazzollas Tod gilt er als dessen musikalischer Erbverwalter. Dieses musikalische Erbe schlug sich auch in José Bragatos kompositorischem Werk nieder, das nun erstmals veröffentlicht und einem breiteren Publikum zugänglich gemacht wird.
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Biographie
Saúl Cosentino (*1935) ist Pianist, Komponist und Arrangeur. Er studierte Klavier bei Galia Schalman und Komposition und Orchestration bei Guillermo Grätzer.
Seine erste LP »Fuera de serie« wurde 1983 von RCA Victor veröffentlicht. Sie enthielt moderne Tangos, komponiert und arrangiert von Cosentino, und wurde eingespielt von seiner »Grupo Vanguardia« mit Fernando Suarez Paz an der Violine, Daniel Binelli am Bandoneón, Ricardo Lew an der elektrischen Gitarre, Alberto Cevasco am E-Bass und Enrique »Zurdo« Roizner am Schlagzeug.
Die zweite LP »Nueva propuesta« veröffentlichte CBS 1985, wieder mit Arrangements und Kompositionen von Cosentino, von denselben Musikern eingespielt wie schon die erste. Mit diesen tourte er zudem ausgiebig durch Argentinien, stets begleitet von den besten Kritiken.
1990 wurde seine dritte LP »Los cielos más altos« von Polygram herausgebracht, die ein weiteres Mal den zeitgenössischen Tangostil seiner Kompositionen wiederspiegelte.
Cosentinos Komposition »Lo que me gusta« (mit Texten von Roberto Díaz) gewann 1990 den ersten Preis beim renommierten Carlos Gardel Tango Wettbewerb in der Stadt Buenos Aires, am 100. Geburtstag des argentinischen Tango-Idols Carlos Gardel.
Cosentinos Tangos erreichten die Endrunde des »Festival Ibero-Americanos de la Canción« acht mal zwischen 1977 und 1997. In diesem letzten Jahr erhielt sein Tango »Sin tu mitad« den ersten Preis.
Polygram veröffentlichte seine erste CD »Himno a Buenos Aires« 1992. Antonio Trapa ersetzte Enrique Roizner am Schlagzeug bei ansonsten unveränderter Besetzung.
1992 wurde er mit dem »Tercer Premio Nacional de Música« für seine Komposition »Ultimátum« ausgezeichnet, und im folgenden Jahr mit dem »Segundo Premio Nacional de Música« für »Hay una casa Chiquita«, eine Suite aus Kinderliedern.
1994 wurde seine CD »Los Tangos de Saúl Cosentino« auf dem Label Redondel veröffentlicht, mit 15 Originalkompositionen mit Texten u. a. von Rafael Alberti, Hamlet Lima Quintana und Hector Negrao. Die Werke wurden von bekannten argentinischen Sängern wie Hernán Salinas, Raúl Lavié, Néstor Fabián, Beatriz Suarez Paz und Patricia Barone interpretiert.
Cosentinos »Suite Atípica«, die von TONOS verlegt wird, gewann 1995 den ersten Preis des Kammermusikwettbewerbs der argentinischen Rechteverwertungsgesellschaft SADAIC.
Auch komponierte er die Musik für den argentinischen Film »La revelación«, der 1996 in Buenos Aires gezeigt wurde.
Seine nächste CD »Convicciones« wurde 1997 von dem Label El Arca de Noé veröffentlicht und enthielt neue Instrumentalversionen bereits veröffentlichter Werke.
1998 wurde sein Concerto für Gitarre und Orchester »Argentina« in Polen uraufgeführt. Im selben Jahr veröffentlichte M&M seine CD »El nuevo tango« und im folgenden Jahr die nächste CD »Saúl Cosentino, la música«, das 15 neue Werke mit Texten von Horacio Ferrer und anderen enthielt, und u. a. von Raúl Lavié, Nestor Fabián und Patricia Barona besungen wurde.
Cosentinos aktuelles CD-Projekt ist eine Zusammenarbeit mit dem Sänger Raúl Lavié, der häufig mit Astor Piazzolla auftrat.
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Biographie
Raúl Garello wurde 1936 in Chacabuco in der Provinz von Buenos Aires geboren. Von 1963 bis 1975 war er Mitglied des Aníbal Troilo's Tango Orchestra, sowohl als Bandoneónist als auch als Arrangeur. 1965 begann eine lange Reihe intensiver Zusammenarbeiten mit den größten Tangosängern seiner Generation wie Roberto Goyenche, Rubén Juárez, Floreal Ruíz, Edmundo Rivero und vielen anderen, wobei Garello als Arrangeur und musikalischer Leiter tätig war.
Zusammen mit Carlos García gründete er 1980 das »Orquesta del Tango de Buenos Aires«. 1989 spielte er beim ersten Tango-Festival in Granada (Spanien) und 1990 trat er gemeinsam mit Gary Burton beim »Complejo Cultural La Plaza« in Buenos Aires auf.
Mit dem berühmten argentinischen Texter Horacio Ferrer kreierte er die Tango Show »Viva el Tango«, die in Montevideo, Amsterdam, Ankara und Istanbul aufgeführt wurde.
Im Januar 1996 spielte er Solobandoneón mit dem Dresdner Philharmonie Orchester und im November des gleichen Jahres trat er mit dem Stadtorchester von Toulouse in Paris auf. 1997 dirigierte er anstelle von Michel Plassón das Neujahrskonzert in Toulouse.
1985 und 1995 erhielt er Preise von der »Fundación Kónex« und wurde 1997 von der argentinischen Rechteverwertungsgesellschaft SADAIC mit dem »Gran Premio de Composición« ausgezeichnet.
Unter Garellos eigenen Kompositionen befinden sich Werke wie »La Danza del Fueye«, das von Jorge Donn zu einer Choreographie von Maurice Bèjart aufgeführt wurde, sowie zwei Serien von Werken, die zusammen mit Horacio Ferrer geschaffen und aufgenommen wurden: »Viva el Tango« und »Tangos en Homenaje a Woody Allen«.
Garello lebt und arbeitet als Komponist, Arrangeur und Bandoneónist in Buenos Aires.
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Biographie
Javier González ist seit den 90er Jahren ein Vertreter der aktuellen Neubelebung des Tango-Liedes. Er komponiert sowohl Tangos in Zusammenarbeit mit Poeten wie u. a. Hector Negro, Belisario Roldan, María del Mar Estrella und Alejandro Szwarcman, als auch instrumentale Werke.
González wurde 1960 in Morón in der Provinz von Buenos Aires geboren. Er studierte bei mehr als einem Dutzend verschiedener Lehrer wie Juan Carlos Cirgilano, Luis Borda, Carlos Campos und Francisco Rivero. Seit 1980 ist er tätig als Lehrer für Gitarre, Harmonie und Komposition. 1985 graduierte er auch in Psychologie und praktizierte Musiktherapie mit psychatrischen Patienten.
In den 80er Jahren trat er bei mehr als 200 Livekonzerten mit diversen Fusion-, Jazz-, Rock- und Tangobands als Gitarrist auf. Während dieser Zeit komponierte er die Begleitmusik für zwei Filme: »Cuadros« und »Equipaje«, die beide von der »Cine Troupe« produziert wurden.
Seit Ende 1989 konzentrieren sich seine Aktivitäten exklusiv auf den Tango. Zusammen mit Patricia Barone gründete er die Gruppe »Patricia Barone y la Yapa«, bei der er als musikalischer Leiter, Komponist, Arrangeur und Gitarrist mitwirkte.
In dieser Funktion trat er in mehr als 250 Shows auf, von denen die wichtigsten im »Teatro Presidente Alvear«, dem »Teatro San Martín« in Buenos Aires city und im »Tercera Cumbre Mundial del Tango« (1996) in Montevideo city stattfanden.
Außerdem übernahm er die Produktion und musikalische Leitung der Aufnahme für die folgenden CDs der Gruppe: »Si el mundo fue...ya no será una porquería« (1990); »Amasando otra historia« (1994) und »Despertango« (1998). Diese CDs vereinigen seine eigenen Kompositionen mit denen verschiedener Authoren.
Darüber hinaus wirkte er als Arrangeur und Gitarrist bei den CDs Guillermo Yantornos (1992) uns Saúl Cosentinos (1994) mit.
1997 gründete er das Instrumentaltrio, das seinen Namen trägt und weltweit diverse Bühnen besuchte, z. B. das »Teatro Nacional Cervantes« (Buenos Aires, 1999), »Kalkscheune« (Berlin, 1997), »Teatro Quintanilla« (Mendoza, 1997), »Fabrik« (Hamburg,1998) »Sala Zitarrosa« (Montevideo, 2000) und »Club del vino« (Buenos Aires, 1997 mit Héctor Stamponi und Horacio Ferrer).
Mit dem »Javier González Trío« und der Sängerin Patricia Barone veröffentlichte er zwei CDs: »Tango Vivo« (1998) und »Pompeya no olvida« (1999).
Nebenbei trat er mit dem Sänger Raúl Lavié und dem Quinteto Buenos Aires im »San Pablo Memorial« auf (Brasilien, 1997).
Er übernahm ebenso das Arrangement und die musikalische Leitung für das Stück »Mano a mano con Celedonio« (1998) wie für die CD »De amores« der Sängerin Graciela Chaine (2001).
In seiner Eigenschaft als Gitarrist begleitete er bei Shows und Aufnahmen Sänger und Musiker wie Alba Solís, Lito Vitale, Daniel Binelli, Osvaldo Montes, Silvia Gaudín, Rafael Gíntoli, Juan Raffo, Walter Yonski und José Ogivieki.
Im Augenblick besteht sein Werk aus mehr als 40 Kompositionen zwischen Tangoliedern und instrumentalen Tangos, von denen ihm zehn verschiedene Preise bei diversen internationalen Wettbewerben eingebracht haben.
Seine Kompositionen und Arrangements wurden interpretiert von Patricia Barone in »Avenida Bandoneón« (Theater der Oper Chemnitz, 1997), »Teatro Solís « (Montevideo, 1997); »Tangoteca« (Bs.As., 1999)«, »El Viejo Almacén« (Bs.As., 1997) and »El Tango del Río de La Plata« (Kapunginteatteri, Seinäjoki, Finnland, 2001).
Sie nahm zudem einige von ihnen auf dem »SADAIC Festival Tango« auf, begleitet vom »Orquesta del tango de Bs.As.« unter der Leitung von Raúl Garello.
Die Sänger Carlos Varela und Graciela Chaine verwendeten seine Themen für Ihre letzten CD-Aufnahmen.
JAVIER GONZÁLEZ lebt und arbeitet derzeit in Buenos Aires.
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Biographie
1934 in Montevideo, der Hauptstadt Uruguays geboren, lernte Di Matteo das Bandoneónspielen von seinem Vater, mit dem er schon früh gemeinsam auftrat. Am Konservatorium seiner Heimatstadt erhielt er seine musikalische Ausbildung. Schon Ende der 50er Jahre traf er den aus Paris zurückgekehrten Astor Piazzolla in Buenos Aires, mit dem ihn vieles über die nächsten Jahrzehnte verband. 1962 gründete er sein erstes eigenes Ensemble und nahm mit ihm seine erste Platte auf. In den 70er Jahren spielte er nicht nur in Uruguay, sondern häufig auf der anderen Seite des Rio de La Plata, in Buenos Aires. 1983 trat er zum ersten Mal in Europa auf. Bei seinen Konzerten in Deutschland knüpfte er Kontakte zur Musikhochschule Detmold, mit der er in den Jahren 1983-86 kooperierte. Er schrieb 1987 die Filmmusik für die schwedische Produktion "Black Dawn/Los Duenos del Silencio" und nahm 1990/91 die Möglichkeit wahr, mit einem Streichorchester zu arbeiten. Im russischen Uljanowsk, Lenins Geburtsort, spielte er mit der Kammerbesetzung des Uljanowsk National Symphony Orchestra eigene Kompositionen ein. [CD: Del Nueva Ciclo]. Als Komponist hat Di Matteo für vielfältige Besetzungen geschrieben: Zu seinen Kompositionen gehört ein Konzert für Kontrabaß und Streichorchester, Duette für Bandoneón und Cello, sowie für Bandoneón und Streichquintett. In den vergangenen Jahren hat er viele gefeierte Konzerte mit seinem Solo Bandoneón Programm gegeben und gelegentlich mit der argentinischen Tango Sängerin Silvana Deluigi konzertiert. Die erste Konzertreise mit seinen Werken für Bandoneón und Streichquintett fand 1997 in Deutschland statt.
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Biographie
Rodolfo Mederos wurde am 25. März 1940 in Buenos Aires geboren. Er studierte zunächst Bandoneón in Córdoba, und im Anschluß daran Biologie. Zur selben Zeit machte er seine ersten Erfahrungen als Komponist und Arrangeur mit der Gründung der Gruppe »Octeto Guarda Nueva«. 1965 zog er nach Buenos Aires wo er seine beruflichen Aktivitäten entwickelte.
Mederos ist aktiv als Bandoneónist und Arrangeur. Er leitet sein eigenes Quintett und ist seit 1985 Professor an der »Escuala de Música Popular«, wo er Vorlesungen über die technischen Elemente der Sprache des Tangos und die Aufführungspraxis des Ensembles hält.
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Biographie
Astor Piazzolla wurde am 11. März 1921 in Mar del Plata (Argentinien) geboren. Von 1924-37 lebte er mit seinen Eltern in New York. Bereits mit neun Jahren begann er, das Bandoneón-Spiel zu erlernen. Bald darauf erhielt er auch Klavierunterricht bei Bela Wilder, einem Schüler Rachmaninovs, um das Arrangieren von Klaviermusik für Bandoneón zu erlernen. Schon mit 13 Jahren beteiligte ihn Carlos Gardel an den Aufnahmen zu dem Film "El día que me quieras". 1937 kehrte er zurück nach Argentinien und wirkte dort in Anibal Troilos Orchester als Musiker und Arrangeur mit.
Von 1939-45 setzte er seine Studien bei Alberto Ginastera fort und gründete 1946 sein erstes eigenes Orchester, das er vier Jahre lang leitete. Fortan widmete er sich ausschließlich der Aufführung und Komposition von sinfonischer und Kammermusik und erhielt hierfür verschiedene Preise. Ein Stipendium der französischen Regierung ermöglichte ihm 1954, nach Paris zu gehen, wo er zunächst bei Hermann Scherchen Dirigieren lernte und dann Schüler von Nadia Boulanger wurde. Sie ermutigte ihn, sich auf seine kulturelle Identität rückzubesinnen und mit seinen Kompositionen wieder dem Tango zuzuwenden.
Zurück in Argentinien gründete er das "Octeto Buenos Aires" und das "Orquesta de Cuerdas", sah sich nun jedoch mit seiner Musik, mit der er vielen zu sehr in die Tradition des Tangos eingriff, heftiger Kritik ausgesetzt und von Medien und Schallplattenfirmen boykottiert. Von 1958-60 arbeitete er daher mit Schallplattenfirmen, Rundfunk und Fernsehen in New York und gründete anschließend in Buenos Aires sein berühmtes "Quinteto Tango nuevo" (Bandoneón, Violine, E-Gitarre, Kontrabaß, Klavier), das 25 Jahre lang Bestand haben sollte. Neben den zahlreichen Tourneen und Konzerten schrieb er in den folgenden Jahren weiterhin sinfonische und konzertante Werke, darunter die Kammeroper "María de Buenos Aires", "Tangazo" und das Oratorium "El Pueblo Joven". Ende der 60er Jahre entstanden dann auch einige vokale Tangos. Die "Balada para un loco" wurde schließlich ein weltweiter Erfolg und öffnete seine Musik einem breiten Publikum.
1971 gründete er das "Conjunto 9", in dem auch ein Schlagzeuger mitwirkte - ein Novum für den Tango. Ein Angebot Bernardo Bertoluccis, die Filmmusik für dessen Film "Der letzte Tango in Paris" zu schreiben, mußte er 1972 wegen anderer wichtiger Engagements, so einem Konzert im berühmten Theater Colón in Buenos Aires, ablehnen. Zahlreiche Auslandsaufenthalte ermöglichten ihm in den folgenden Jahren, mit vielen international bekannten Künstlern zusammenzuarbeiten.
1979 gelangte das "Concierto para Bandoneón" zur Uraufführung. Neben reger Konzerttätigkeit mit dem Quintett waren ihm später Auftritte mit Sinfonieorchestern, in denen er als Solist seine Werke aufführte, ein besonderes Anliegen. 1989 schrieb er für das KRONOS-Quartett die "Five Tango Sensations", sein letztes größeres Werk, das sich über 55 Wochen in den US-Charts hielt. Astor Piazzolla starb am 4. Juli 1992 in Buenos Aires an den Folgen eines Gehirnschlages.
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Biographie
Hugo Potenza wurd am 12. Mai 1946 in Villa Crespo, Buenos Aires geboren. Seine musikalische Berufung wurde hervorgerufen durch die Ermutigung und Versuchung durch eine Familie mit einer starken musikalischen Tradition. Unter diesem Einfluss nahm Potenza bereits in sehr jungen Jahren Klavierunterricht bei seinem Vater – Roque Potenza, selbst Bandoneónist.
1961 schrieb er sich bei der Escuela Nacional de Bellas Artes in Buenos Aires ein und graduierte 1964 mit dem Titel »Maestro Nacional en Artes Visuales«. Im selben Jahr nahm er sein Studium mit Cayetano Marcolli in Harmonie, Kontrapunkt und Komposition auf. 1968 begann seine professionelle Aktivität als Pianist und 1970 schrieb er sich am Conservatorio Manuel de Falla ein, wo er 1972 graduierte.
1973 wurde er Keyboarder der Popgruppe »Argentina 73«, mit der er bis 1976 durch Europa tourte. Die Band löste sich 1976 auf und Potenza trat bis 1978 weiterhin in Europa als Solopianist auf.
1979 konzentrierte sich Potenza auf die Komposition von Filmmusik. Er schrieb sich am Berklee College of Music in Boston ein und begann ein Studium für Filmmusik. Auf Basis seiner akademischen Leistungen erhielt er 1982 ein Stipendium, um sein Studium fortzusetzen und zu vollenden. Er graduierte 1984 mit einem Abschluß in Filmmusik und Komposition. Ein Jahr später erhielt er sein erstes Angebot, die Musik für »La Plaza« – eine wöchentliche TV-Show, ausgestrahlt von WGBH TV in Boston – zu komponieren, eine Produktion, die das Interesse anderer lokaler Produzenten weckte und ihm damit Türen für neue Möglichkeiten öffnete und ein Meilenstein in seiner künstlerischen Laufbahn wurde.
1986 komponierte er »Centro« für eine wöchentliche Show des Bostoner Fernsehsenders WBZ – TV Channel 4. Im selben Jahr komponierte er »La Plaza 86« für dieselbe Firma. Für WBZ komponierte er 1997 außerdem Hintergrundmusik für das Programm »Dancing with the future«, eine Dokumentation über die Tänzer an der Boston Ballet Company. 1988 komponierte er das Stück »Tanquimia« für WGBH in Boston für einen Dokumentarfilm über die Evolution des Tangos (gesendet von 93 Kanälen als Teil des Public Broadcasting System in den USA). »Tanquimia« wurde 1989 von der National Academy of Television Arts & Sciences für einen Emmy nominiert und erhielt den 1st Prize Fellowship Award von der Massachusetts Artists Foundation und dem Massachusetts Council on the Arts and Humanities.
Potenza komponierte die Musik für (und koproduzierte) den Film »Tango Libre« (1990), einem Dokudrama, in dem den Zuschauern die Musik Hugo Potenzas, Cesar Salgáns und Nestor Marconis – drei Beispiele für zeitgenössischen Tango – vorgestellt wird, vor dem Hintergrund der Tradition von Borges und Gardel. Eine CD dieser drei folgte 1992.
Für die National Scholarship Competition der Fondo Nacional de las Artes komponierte Potenza 1996 das Werk »La Insoportable Gravedad del Tango« (Die unerträgliche Schwere des Tangos).
Hugo Potenza widmet sich der Erweiterung seines Repertoires musikalischer Kompositionen und plant eine neue CD, mit der er neue Dimensionen innerhalb der zeitgenössischen Tango-Szene erforscht. Er arbeitet als Komponist, Arrangeur und Leh
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Biographie
Osvaldo Requena wurde 1931in Buenos Aires als Sprößling einer Musikerfamilie geboren und bekam schon als Kleinkind von seinem Vater Musikunterricht. Im Laufe seiner Jugend vervollständigte er seine musikalische Ausbildung bei verschiedenen Lehrern, bei denen er nicht nur Klavier sondern auch Harmonielehre, Kontrapunkt und Orchesterleitung lernte.
Requena war 14 Jahre lang musikalischer Direktor des Fernsehsenders Canal 11; gleichzeitig leitete er die Plattenfirma Microfón Argentina. Auch als Komponist von Filmmusik –unter anderem für „Los siete locos“ von Leopoldo Torre Nilsson - machte sich Requena einen Namen.
Im Jahre 1986 rief er die Tango-Show „Tango Sessions“ ins Leben, die ihn nach Asien und Europa brachte. Japan, Australien, Malaysia und Thailand sind nur einige der Länder, in denen Requena seine Erfolge feierte. Auf der Liste der über 60 Länder, die der „Maestro“ mit seinen Mitmusikern besuchte, stehen außerdem Finnland, Dänemark, Deutschland und Spanien.
Als Leiter des „Orquesta Nacional de Música Popular Juan de Dios Filiberto" und Dozent an der Universität von Yokohama, arrangierte Requena die Aufnahmen vieler berühmter Tangosänger und begleitete diese im Laufe von 40 Jahren mit verschiedenen Besetzungen.
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Biographie
Miguel Ángel Varvello wurde 1943 in Gañada de Gomez in Argentinien geboren. Er studierte Bandoneón bei Tito Aparicio und José Bustamante und Harmonie, Kontrapunkt und Komposition bei Titti Rossi.
Als Bandoneón-Solist nahm er die »Dreistimmigen Inventionen« von J.S. Bach sowie seine eigenen Transkriptionen von Werken Claude Debussys auf. Auch trat er mit den typischen Tango-Orchestern von José Basso, Héctor Varela, Osvaldo Berlingieri, Osvaldo Piro und Carlos Lazari auf. Zusammen mit Lisandro Adrover gründete er das Nonett »Ensamble Porteño« und nahm das Album »Despertar en Buenos Aires« auf.
1984 gründete er das »Ensamble Trío«, mit dem er auf den wichtigsten Tangobühnen in Buenos Aires auftrat, wie z. B. im »Michelangelo«, »Caño 14« und »La Ciudad«.
1987 vertrat er sein Land beim Internationalen Musikfestival in Johannesburg. Nach seiner Rückkehr nahm er das Album »Momentos Inestables« mit dem »Ensamble Trío« auf. Varvello tat sich 1989 mit dem Gitarrist Jorge Labanca zusammen, um das Album »Devenir« aufzunehmen.
Varvello ist aktiv als Bandoneónist, Arrangeur und Komponist. Er ist darüber hinaus Mitglied des Orchesters, das die Show »Forever Tango« auf ihrer weltweiten Konzert-Tournee begleitet (Konzerte in Europa, Japan und den USA u.a.).
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Biographie
Der Pianist Pablo Ziegler wurde am 2. September 1944 in Buenos Aires geboren. Seine professionelle Laufbahn begann er im Alter von 14 Jahren als Mitglied verschiedener Jazzformationen. Parallel dazu spielte bis zu seinem 18. Lebensjahr als klassischer Klaviersolist.
1978 schloß er sich dem Quintett von Astor Piazzolla an und begann, mit diesem durch Europa, USA, und Japan zu reisen, wo er mit so berühmten Künstlern wie der italienischen Sängerin Milva und dem amerikanischen Vibraphonisten Gary Burton auftrat.
Als Piazzolla 1989 infolge einer Herzerkrankung sein Quintett auflöste, begann Ziegler mit den Proben für sein neues „Cuarteto para el Nuevo Tango“, das im Mai 1990 mit großem Erfolg debütierte. 1994 erweiterte er das Quartett zu einem Quintett und brach auf zu einer Tournee durch die USA.
1996 wurde er von Sony Classical für CD-Aufnahmen mit dem amerikanischen Pianisten Emanuel Ax engagiert (siehe Diskographie), für die er 12 Stücke von Piazzolla für zwei Klaviere arrangierte. Im Januar 2000 reiste Ziegler nach Sydney, Australien, und dirigierte das »Sydney Symphonic Orchestra« in der Sydney Opera Haus Concert Hall bei der Einspielung mehrerer Stücke seiner CD »Tango Romance«. Im April desselben Jahres ging er mit dem »New Tango Duo« – begleitet von dem Gitarristen Quique Sinesi und dem als Gastmusiker geladenen Bandoneonspieler Walter Castro – auf Europatournee.
In dieser Zusammensetzung war er auch 2001 wieder in Europa unterwegs und gab Gastspiele in Dänemark, Schweden, Österreich, Schweiz, Italien, Luxemburg und Deutschland, wo das Trio in Dresden, Magdeburg, München, Heidelberg und anderen Städten mit viel Resonanz gastierte.
Im selben Jahr trat er zum ersten Mal mit seinem neuen »Pablo Ziegler Trio«, bestehend aus Piano, Kontrabaß und Schlagzeug, auf und war in Buenos Aires beim »4° Festival de Tango« mit seinen drei Formationen (zwei Trios und dem Quintett) präsent. Mit seinem Quintett reiste er wenig später nach Korea, wo er zwei Konzerte gab.
Pablo Ziegler, der als Komponist Piazzollas Ästhetik hätte fortschreiben und dessen Namen als sakrosanktes und stets erfolgversprechendes Markenzeichen hätte einsetzen können, hat es vorgezogen, das Tangogedächtnis zu durchforsten und einen ehrfürchtigen Blick zurückzuwerfen, um alte Stimmen dem Vergessen zu entreißen und ihnen neue Form und Dimension zu verleihen.
The New York Times vom 13. März 1998 über P. Ziegler:
»Auch nach Piazzollas Tod hat der Tango nicht aufgehört, in seinen alten Rollen als Tanzmusik und gesangsbegleitete Volksmusik fortzuleben. Einige wenige Komponisten jedoch verfolgen weiterhin die Möglichkeiten des Tango Nuevo. Einer von ihnen ist Pablo Ziegler.«
»Zieglers Formation behält das Wesen des Tango Nuevo bei, bei dem Formexperimente in Stimmungsbilder übersetzt werden...«
»Weniger gebieterisch, aber genialer als Piazzolla es war, widmet er sich mit mindestens ebenso großem Einsatz wie dieser der Aufgabe, den Geist des Tango zu modernisieren.«
Diskographie
»Asfalto« (BMG Classics -1998)
»Quintet for the New Tango« (BMG Classics -1999)
»Tango Romance« (BMG Classics -1998)
»Los Tangueros« (Emanuel Ax – Pablo Ziegler) (BMG Classics - 1996)
»Bajo Cero« (ENJA - 2003)
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Biographie
Geboren im Juli 1965 in der Stadt Buenos Aires, studierte er Komposition bei Daniel Montes, Marcelo Chevalier, Rodolfo Mederos, Virtú Maragno und Edgar Grana (New York), Chorleitung bei Antonio Russo und Nestor Zadoff, Orchesterleitung bei Mario Benzecry, Gesang bei Amalia Estévez und José Crea und Klavier bei Eduardo Páez und Orlando Trípodi.
Unter seinen Kompositionen ragen hervor: “Misatango”, uraufgeführt durch die Sinfónica Nacional de Cuba 1996, die Oper “Mateo” (Teatro Roma Avellaneda 1999), das Konzert für Cello “Presagios” (Matera, Italien 2001), “Oratorio de Navidad” (Juristische Fakultät der Universität Buenos Aires 2003), “Concierto para Bandoneón” (Pablo Mainetti, Teatro Roma Avellaneda 2004) und verschiedene Kammermusik-Werke.
Im Mai 2004 führte die Castskill Choral Society seine Misatango „Misa a Buenos Aires“ an der Universtät von Hartwick, Oneonta, New York auf; der Faust-Chor Staufen und die Camerata Académica führten das Werk im gleichen Jahr in Deutschland auf. Derzeit befindet sich die "Misa a Buenos Aires" in den Programmen von Chören und Orchestern in der Schweiz, Deutschland, den USA und Argentinien.
Am 13. April 2005 führte der Coro Polifónico Nacional zusammen mit dem Orchester Juan de Dios Filiberto, unter der Leitung von Maestro Roberto Luvini, Palmeris “Misa a Buenos Aires” im Teatro Nacional Cervantes auf. Am 17. des gleichen Monats wurde die Misatango auf den Kanarischen Inseln zusammen mit der "Misa Criolla" von Ariel Ramírez unter der Leitung von Maestro Fernando Alvarez aufgeführt.
Der Fondo Nacional de las Artes verlieh ihm im Komponisten-Wettbewerb „Juan Carlos Paz“ 2003 den 1. Preis in der Kategorie "symphonisches Werk" für seine Komposition „Concierto de Danzas“ für Cello und Orchester.
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